BMWi Förderprojekt Symphony

 

BMWi Förderprojekt Symphony startet im Rahmen der Hightech-Strategie 2020  

 

Software-Institut der Universität Duisburg-Essen leitet Konsortiumaus Hochschule, IKT-Wirtschaft und Branchenverband kooperieren bei der Entwicklung einer TK-Dienstmanagement-Plattform.

Die fortschreitende Entwicklung von Informations- und Telekommunikationstechniken (ITK) ermöglich es Unternehmen, durch das  Zusammenwachsen klassischer und IP-basierter Kommunikation sowie den Ausbau mobiler Technologien, Geschäfts- und Betriebsmodelle zu entwickeln, die nicht mehr standortgebunden sind.

Unter den gegebenen Marktverhältnissen und einem ständigen Druck zur Gestaltung effizienter Geschäftsprozesse besteht die Notwendigkeit zur flexiblen Verteilung und Anpassung von Mitarbeitern, Betriebsstätten und Infrastruktur sowie eine flexible Interaktion mit Partnern und Kunden. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können durch derart skalierbare Flexibilität Geschäftsfelder erschließen, die sonst nur mit großem Investitionsaufwand erreichbar wären.

 

Für IT-Dienste wie Speicherplatz und Rechenkapazität stehen mit Cloud Computing bereits Lösungstechnologien zur Verfügung, die für ITK-Dienste derzeit noch fehlt. Das BMWi-Projekt Symphony soll Anreize und technische Voraussetzungen schaffen, um TK-Dienste für Anbieter und Kunden komfortabler, flexibler und transparenter zu gestalten. Durch die Entwicklung eines Marktplatzes und einer Plattform sollen TK-Unternehmen ihre Dienstleistungen in einer Form anbieten können, die es Geschäftskunden ermöglicht, Dienste verschiedener Anbieter individuell auszuwählen, flexibel zu kombinieren und zu verwalten.

Ziel der ersten Forschungsphase ist die Basisentwicklung einer technischen Plattform sowie der zugehörigen Dienstbeschreibungssprachen und Geschäftsmodelle, um einen digitalen Marktplatz für IP-basierte TK-Dienste zu schaffen.

Mit dieser Plattform soll es Kunden möglich sein, TK-Dienste individuell auszuwählen, zu kombinieren und zu verwalten, ohne jeden Geschäftsvorfall mit jedem einzelnen Anbieter separat abwickeln zu müssen. So kann z.B. ein Unternehmen, das eine virtuelle Telefonanlage von Anbieter A im Einsatz hat, über eine Kombinationsmatrix innerhalb der Plattform von Anbieter B ein passendes CRM-System zur Verwaltung seiner Kundendaten beziehen. Zugleich ermöglicht dies erstmals eine Vergleichbarkeit der Anbieter für den Kunden.

Für die Zukunft ist es zunehmend wichtig, dass die ITK‐Industrie auch den Markt der kleinen und mittleren Unternehmen besser erschließt. Von KMU gehen in Deutschland weit über 90 Prozent der unternehmerischen Aktivitäten aus; sie stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze im privaten Sektor und rund 80 Prozent der neu geschaffenen Arbeitsplätze. Diese KMU benötigen einfache Zugänge zu digitalen Werkzeugen und Telekommunikationsdienstleistungen – auf Abruf, flexibel skalierbar und in hoher Qualität.

Digitale Technologien und Dienstleistungen können KMU verstärkt die Möglichkeit eröffnen, Kommunikationstechnologien wertschöpfend einzusetzen. Zugleich können sie, wie das Projekt Symphony beispielhaft zeigen soll, neue Horizonte für die wirtschaftliche Tätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen eröffnen.

Basis für den Erfolg des Projekts ist die Zusammensetzung des Konsortiums, denn die gesamte Wertschöpfungskette ist durch die Projektbeteiligten abgebildet: Vom Provider über die Anwender bis hin zum Branchenverband sind namhafte und erfahrene Partner an Bord, die das Potential und das Interesse haben, durch Innovation und Standardisierungsaktivitäten Telekommunikationsdienste nachhaltig voran zu bringen. Die Unterstützung durch die Projektpartner aus Forschung und Normung stellt eine essenzielle fachliche und konzeptionelle Voraussetzung für die Erreichung der Projektziele dar.

paluno - The Ruhr Institute for Software Technology leitet das Konsortium bestehend aus IN-telegence GmbH und adesso AG sowie dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM e.V., die proXperts GbR steuert das übergreifende Projektmanagement sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Die Forschungsphase des Projektes hat eine Laufzeit von zwei Jahren (September 2014 bis August 2016) und wird mit einer Gesamtsumme von rund 1,7 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 – gefördert.

Ansprechpartner für die Presse:

paluno - The Ruhr Institute for Software Technology

Stefanie Griebe

0201-183 7039

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URL: www.IKT-symphony.de